
Neuer Exzess im Rahmen des abstrusen Selbstbestimmungsgesetzes
Früher war die Rechte vor allem durch NS-Provokationen und Verbalausfälle gekennzeichnet. Man versuchte als kleine, geächtete Minderheit mit radikalen Formulierungen, das Anknüpfen an primitive Ressentiments oder auffälliger Kleidung bomberbejackt und springerbestiefelt auf sich aufmerksam zu machen. Diese Zeiten scheinen zum Glück vorbei. Die Rechte übt sich nun in Sarkasmus.
Marla-Svenja Liebig alias Sven Liebig machte den Anfang
Das sogenannte Selbstbestimmungsrecht wurde in seiner ganzen Hirnrissigkeit vom bekannten politischen Aktivisten Sven Liebig vor Augen geführt. Liebig wurde bekanntlich wegen an sich harmloser politischer Provokationen im Juli 2023 vom Amtsgericht Halle wegen angeblicher “Volksverhetzung”, übler Nachrede und Beleidigung zu einem Jahr und sechs Monaten Haft verurteilt worden.
Sven Liebig war kreativ und beantragte nun nach dem “Selbstbestimmungsgesetz”, eine Frau sein zu dürfen und künftig in Anpassung an sein neues Geschlecht Marla-Svenja Liebig zu heißen. Aber nicht nur das: Er trat von nun an in grotesker Frauenkleidung mit Gehstock auf. Entsprechend seiner neuen Geschlechtsidentität beantragte er zudem, in einem Frauengefängnis seine Haftstrafe antreten zu dürfen. Nicht ganz überraschend zog es Liebig vor, die mehr als fragwürdige Haftstrafe gar nicht erst anzutreten.
Aber damit nicht genug. Liebig setzte seiner Kategorisierung nach dem Selbstbestimmungsgesetz noch einen drauf. Er/sie/es beantragte, künfitg als “divers” eingestuft zu werden und den Namen “Anne Frank” führen zu dürfen – ein Name, der durch ‘Schundliteratur’ ein Synonym für das Schicksal für Millionen jüdischer Opfer des Nationalsozialismus wurde.
Frank Rennicke und sein Heiratswunsch mit seinem VW-Bus

Der bekannte rechte Liedermacher Frank Rennicke hat nun eine weitere raffinierte Idee ersonnen, das Selbstbestimmungsgesetz vorzuführen. Er beantragte zum Erstaunen des ortszuständigen Standesbeamten, ein Aufgebot zur Ehelichung seines geliebten VW-Busses zu bestellen.
Nachfolgend soll der Bericht der Tageszeitung “Fränkisches Tageblatt”*, Netzausgabe 31.03.2026 bzw. Druckausgabe 01.04.2026, S. ,2 orginalgetreu zur eigenen Beurteilung des geneigten Lesers wiedergegeben werden:
“Hof an der Saale
Skandal im Landratsamt – Rechter Liedermacher stellt Antrag auf Eheschließung mit seinem VW-Bus
Da staunte der Standesbeamte nicht schlecht, als der bekannte rechte Barde Frank Rennicke ein Aufgebot zur Ehe stellte. Aber statt eine Frau oder neuerdings auch Mann zu ehelichen, wollte Rennicke seinen inzwischen 27 Jahre alten VW-Transporter heiraten. Er gab an, mit diesem Wagen eine tiefe Beziehung zu haben, mit diesem mehr Zeit als mit seinen Frauen in zwei Ehen zugebracht zu haben und nachdem der T4 zum Miniwohnmobil vor Jahren umgebaut und zugelassen wurde, auch in diesem ständig zu übernachten. “Ich schlafe ständig mit meinem Bulli und fühle mich auch exotisch-erotisch beim Klang des Dieselmotors stimuliert..” so der rechte Sänger.
Nachdem der Fall Sven Liebig alias Svenja Marla Liebig als erster geschlechtsveränderter Rechter der Republik für Aufsehen sorgte, legt Rennicke nun noch einen drauf. Unser Reporter fragte ihn, ob er sich nun als Reifen empfinden würde – Rennicke meinte, solange diese schwarz sind, wohl kaum, bei braunen Pneus würde er sich das nochmal überlegen. Ob er schon “heiße Nächte” im Bulli verbracht hätte – “Ja, im sehr warmen Schlafsack, wenn die Standheizung laufen würde…”.
Das Landratsamt tut sich mit der Ehe Rennicke-Bulli schwer. “Im Prinzip ist es möglich, sich als Fuchs, Hund, Blume oder Schmetterling zu empfinden – eine Eheschließung mit einem Auto ist aber trotz Selbstbestimmungsrecht ungewöhnlich”, so die Sachbearbeiterin Annastasia Sylenski-Rübe, die nun die Regierung von Oberfranken um Rat anfragte. Der Oberregierungsdirektor Hugo Schmalbrust-Lewinski habe schon vor Wochen den Hinweis gegeben, Rennicke müsse sich bei einer Geschlechtsänderung auch einen neuen Vornamen geben, was aber bereits zum nächsten Skandal führte. Der Barde beantragte für sich statt Frank künftig den Vornamen ANNE-FRANK-MERCEDES führen zu wollen, was sofort den jüdischen Kulturverband von Bayreuth und den VVN-Verein ANTIFASCHISTISCHE GESCHICHTSERINNERUNG auf den Plan rief. Die örtliche DAIMLER-BENZ-Niederlassung erklärte, man werde den “Mißbrauch des Namens MERCEDES nicht kommentarlos hinnehmen”. Rennicke bot darauf an, zusätzlich zu MERCEDES noch den Namen ISETTA anzuhängen, was aber auch auf wenig Gegenliebe bei der örtlichen BMW-Niederlassung stieß.
Rennicke hatte vor, seine Ehe mit BULLI am 20. April zur Trauung zu bringen – dieses dürfte allein zeitlich nicht mehr möglich sein. “Na dann am 8. Mai” kommentierte Rennicke. Der Landrat Dr. Braun-Bär hat bereits mitgeteilt, das durch Rennicke nun der Landkreis Hof bundesweit in die Schlagzeilen käme und dann der 8. Mai “…ein Tag der Schande werden würde…”. “Sehr richtig!” meine der Barde dazu, streichelte sanft über die Motorhaube seinen Transporters, der vor dem Redaktionsgebäude parkte und beim Abfahren noch das beleuchtete Schild in der Heckscheibe einschaltete: “FUCK YOU, GRETA” – “FLINK WIE EIN WIESEL, DANK RUDOLF DIESEL”.
* Das “Fränkische Tageblatt” erschien im frühen 19. Jahrhundert




