Lindsey Graham und der unsägliche ehemalige Comedian, der jetzt in der Ukraine Präsident spielt! (BQ: KI)

De mortuis nil nisi bene – Von den Toten nichts, wenn nichts Gutes

Von dieser alten römischen Sitte muss im Falle Graham zunächst abgewichen werden. Zu sehr war er ein Kriegstreiber.

“In der Hölle wird es eng”: Ein Zitat, welches seinen Ursprung bereits in der griechischen Antike hat und in der heutigen Zeit etwas abgeändert wiedergegeben wird, sagt, man soll über Tote nur Gutes sagen. Das fällt bei folgender Person sehr schwer.

Lindsey Graham: Der Kriegstreiber ist tot – sein politisches Erbe wird allerdings vorerst bleiben

Mit dem Tod des US-Senators Lindsey Graham verliert die amerikanische Politik einen kompromisslosen außenpolitischen Aggressor. Graham, der trotz der Tatsache, dass er „nur“ Senator war, maßgeblichen Einfluss auf die US-Außenpolitik nahm, verstarb am 11. Juli 2026. Sein Büro schreibt nach kurzer schwerer Krankheit, einige spekulieren über eine andere Todesursache. Aber das soll nicht Thema des Artikels sein. Kurz vor seinem Tod besuchte er den ukrainischen Präsidenten in Kiew, er gehörte zu seinen größten Unterstützern.

Lindsey Graham polarisierte

Für seine Anhänger war er ein Verfechter amerikanischer Stärke, selbiges gilt ja für andere Kriegsverbrecher wie George Bush ebenfalls. Amerikanische Stärke bedeutet nichts anderes, als für imperialistische und kapitalistische Interessen über Leichen zu gehen, und das machen die Amerikaner nicht erst seit 1945 millionenfach.

Für Kritiker war er vor allem eines: ein Kriegstreiber, der militärische Gewalt immer wieder als bevorzugtes Mittel der Politik propagierte. Einer der vielen US-Politiker, die Blut an ihren Händen haben.

Wie in solchen Fällen üblich, übertreffen sich die bundesrepublikanischen Medien mit Beileidsbekundungen. Dasselbe schäbige Spiel erleben wir bei den Berliner Machterhaltungsganoven. Bundeskanzler Merz bezeichnete ihn als großen Freund von Deutschland. Wer solche Freunde hat, braucht keine Feinde mehr!

Grahams Credo: Es lebe der Interventionismus

Kaum ein anderer Senator unterstützte so konsequent militärische Interventionen der USA. Graham befürwortete den Krieg in Afghanistan, unterstützte die Invasion im Irak, sprach sich für den NATO-Einsatz in Libyen aus und forderte wiederholt ein härteres militärisches Vorgehen in Syrien. Was aus diesen Ländern durch US- und NATO-Terror geworden ist, kennen wir aus der Geschichte. Die Flüchtlinge, die der sich durch die Welt mordende US-Imperialismus produziert hat, erntete im Übrigen Europa, allen voran Deutschland. Mit all den Konsequenzen, die wir hier erleben.

Grahams hat wohl seine Aktien im Irankrieg

Gegenüber dem Iran drängte er über Jahre auf maximale Sanktionen, militärischen Druck und unterstützte offen einen politischen Machtwechsel in Teheran. Er sympathisierte mit Reza Pahlavi, dem ältesten Sohn des letzten iranischen Schahs. Dessen Politik überhaupt erst zur islamischen Revolution geführt hat. Eines sollte man an dieser Stelle ebenfalls erwähnen: Der Großteil der Iraner steht hinter dem aktuellen System, durch die US-Angriffe hat sich diese Unterstützung sogar noch manifestiert. Hinzu sollte gerade ein System, welches tief im Epstein-Sumpf verstrickt ist, die Worte Menschenrechte und Frauenrechte erst gar nicht in den Mund nehmen. Alleine Graham taucht in 416 Dokumenten auf!

Graham als Aufrüster der Ukraine

Im Ukraine-Krieg gehörte Graham zu den lautstärksten Befürwortern immer neuer Waffenlieferungen und milliardenschwerer Militärhilfen. Gegenüber Israel vertrat er einen nahezu uneingeschränkt unterstützenden Kurs und verteidigte dessen militärisches Vorgehen. Er begrüßte sogar das Vorgehen gegen die Palästinenser. Die Angriffe auf palästinensische Städte seien ebenso notwendig wie die Angriffe auf japanische und deutsche Städte im Zweiten Weltkrieg. Auch hier kennen wir die Resultate aus der Geschichte, ich möchte nur die Städte Hiroshima, Nagasaki und Dresden erwähnen.

Für Kritiker steht diese Politik exemplarisch für eine Außenpolitik, die militärische Eskalation gegenüber diplomatischen Lösungen bevorzugt. Schließlich können gewisse Kreise mit Krieg prima Geld verdienen!

Graham proklamierte die USA stets als Militärmacht

Lindsey Graham machte aus seiner Haltung nie ein Geheimnis. Immer wieder erklärte er öffentlich, dass die Vereinigten Staaten ihre militärische Macht entschlossen einsetzen müssten. Seine zahlreichen Interviews und öffentlichen Auftritte dokumentieren einen Politiker, der selten zögerte, wenn es um den Einsatz von Waffen oder militärischem Druck ging. Er gehört zu den US-Politikern, deren außenpolitisches Weltbild Kriege verlängert, Eskalationen begünstigt und diplomatische Chancen in den Hintergrund drängte. Er gehört zu den Politikern, die andere Staaten in Massengräber verwandeln, in die Steinzeit bomben, destabilisieren und neue Flüchtlinge schaffen.

Ob Irak, Afghanistan, Libyen, Syrien, Ukraine, Iran oder die Unterstützung Israels: Lindsey Graham prägte über Jahrzehnte einen imperialistischen Kurs, der weltweit bis heute Millionen Todesopfer gefordert hat. Mit seinem Tod endet seine politische Laufbahn. Die Außenpolitik, die er unterstützt hat, wird jedoch weitergehen!

Sollte es wirklich eine Hölle geben, wird es in dieser langsam sehr eng.

Hoffentlich findet er trotzdem irgendwie seine Ruhe, auch wenn er große Schuld auf sich geladen hat!